PM der Jusos Oberfranken zur Atomkraft

Die aktuelle Lage in Japan zeigt wie risikoreich die Stromgewinnung durch Atomkraft ist. Das geht aus der jüngsten Pressemitteilung der Jusos Oberfranken hervor. „Die Kraftwerke können noch so sicher sein, den Gewalten der Natur können sie jedoch nicht immer standhalten.“, so der Vorsitzende der oberfränkischen Jusos Sebastian Fischer. „Die höchst tragische Situation in Japan zeigt das. Was dort passiert ist schrecklich. Das Leid der Menschen in Japan, die Ängste vor der ungewissen Situation und vor den Auswirkungen der Strahlung und ihrer Langzeitfolgen kann man wohl kaum mit normalen Worten beschreiben. Wir wollen den Opfern und deren Familien unsere Anteilnahme ausdrücken.“

Die Jusos teilen weiter mit, dass aus der Situation für die Zukunft die richtigen Schlüsse gezogen werden müssen. Denn auch in Deutschland sind Naturkatastrophen, Flugzeugunglücke oder andere Ereignisse, die unsere Atomreaktoren in Mitleidenschaft ziehen können, nicht auszuschließen. Vor allem der deutsche Atomreaktor Neckarwestheim steht auf instabilen, Hohlräume enthaltenden Boden. Ende 2002 kam es 4,5 Kilometer vom Atommeiler entfernt zu einem 18 Meter tiefen Erdeinbruch. Ein Einbruch unter dem Kraftwerk hätte fatale Auswirkungen. Fischer dazu: „Aus dem Vorfall in Japan müssen wir lernen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Atomkraftwerke sind gefährlich und nicht so zuverlässig und sicher, wie man uns versucht glauben zu machen. Der Atomausstieg war der richtige Schritt.“

Die Aussetzung der Laufzeitverlängerung um drei Monate wird von den oberfränkischen Jusos nur als taktisches Wahlkampfmanöver der Bundeskanzlerin gesehen. „In Kürze sind in Baden – Württemberg Landtagswahlen. Das erklärt, warum Schwarz – Gelb plötzlich eine Kehrtwende macht.“, so Fischer weiter. „Wir wollen keine halben Sachen oder nur kurzfristige Maßnahmen. Wir Jusos fordern den endgültigen Ausstieg aus der Atomkraft, wie es Rot – Grün beschlossen hat.“ Nach der Meinung des oberfränkischen SPD – Nachwuchs muss die Bundesregierung eingestehen, dass ihre bisherige Meinung zum Thema Atomkraft falsch war.

Die Jusos Oberfranken fordern daher mehr als nur die Aussetzung der Laufzeitverlängerung. Es muss jetzt eine Entscheidung getroffen werden: Der Ausstieg aus der Atomkraft und die Konzentration auf regenerative Energiegewinnung auf nationaler aber auch auf europäischer Ebene. „Wir wollen keine Wahlkampfmanöver, wir wollen ein klare Entscheidung der deutschen Energiepolitik für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.“, so Fischer.

gez. Jusos Oberfranken

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